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Kernbohren unter Güllefüllstand

Kernbohren unter Güllefüllstand: So setzen wir Wanddurchführungen an gefüllten Behältern ohne Stillstand.

Kernbohrung am gefüllten Behälter

Bei Erweiterungen oder Umbauten muss oft eine neue Leitung in einen bestehenden Behälter geführt werden – etwa für ein zusätzliches Rührwerk, eine neue Pumpleitung oder die Anbindung eines weiteren Behälters. Normalerweise müsste der Behälter dafür bis unter die Bohrstelle geleert werden. Das kostet Zeit, verursacht Gasverluste und kann die Biologie im Fermenter aus dem Gleichgewicht bringen.

Bei der Kernbohrung unter Füllstand entfällt dieser Aufwand. Zuerst wird außen an der Behälterwand ein Absperrschieber dicht befestigt. Gebohrt wird durch den geöffneten Schieber hindurch. Nach dem Durchbruch wird die Bohrkrone zurückgezogen und der Schieber geschlossen, sodass kein Substrat austritt.

Für eine Kernbohrung unter Füllstand braucht es Erfahrung und das passende Werkzeug. Vor Beginn prüfen wir Wandstärke, Bewehrung und Lage der Bohrung, damit die Statik des Behälters nicht beeinträchtigt wird. Auch Arbeitssicherheit und Explosionsschutz werden vorab geklärt, denn gearbeitet wird an einem Behälter mit Biogas. Erst dann wird gebohrt und die neue Durchführung gesetzt – sauber, dicht und ohne Stillstand.

Die Anlage läuft währenddessen normal weiter. Anschließend wird die neue Leitung angeschlossen. Mehr zu Umbauten an bestehenden Anlagen lesen Sie unter Flexibilisierung / Erweiterung / Ausschreibung.