Nachgärer für Biogasanlagen

Zweite Station im Gärprozess einer Biogasanlage

Nach dem Gärprozess im Fermenter wird das Gärsubstrat in den Nachgärer gepumpt. Dort findet die nächste Stufe des Gärprozesses statt und ist die zweite Stelle der Biogasproduktion.

Der Nachgärbehälter ist aufgebaut wie der Fermenter und ist je nach Biogasanlagengröße nötig, um die gesetzlichen Vorgaben der Verweildauer des Gärsubstrates von 150 Tagen im gasdichten Raum einzuhalten.

Mehr Gasertrag und zusätzlicher Lagerraum

Im Fermenter wird ein großer Teil der organischen Substanz abgebaut, aber nicht alles. Im Nachgärer setzen die Mikroorganismen den Abbau fort und erzeugen zusätzliches Biogas. So wird das Potenzial der Einsatzstoffe besser ausgeschöpft, und der Gärrest ist stabiler und geruchsärmer.

Wie der Fermenter ist der Nachgärer gasdicht abgedeckt. Das zusätzlich entstehende Gas wird aufgefangen und im Gasspeicher gesammelt. Gleichzeitig vergrößert der Nachgärer das Lagervolumen der Anlage und puffert Schwankungen bei Fütterung und Gärrestausbringung.

Ob ein Nachgärer nötig ist, hängt von Anlagengröße, Einsatzstoffen und Genehmigungsauflagen ab. Das berechnen wir bei der Planung.

Fermenter, Nachgärer und Gärrestlager sind über das zentrale Pumpsystem miteinander verbunden. So lässt sich Substrat bei Bedarf zwischen den Behältern umpumpen, etwa um Füllstände auszugleichen oder bei einer Revision einen Behälter zu entleeren. Auf diese Weise bleibt die Anlage auch während Wartungsarbeiten in Betrieb.

Biogasanlage Nachgärer