Gaskühlung und Gastrocknung
Gaskühlung und Gastrocknung entziehen dem Biogas Feuchtigkeit und schützen so BHKW und Leitungen.
Biogas ist über 40 °C warm und mit Wasserdampf gesättigt. Das enthaltene Wasser muss abgetrennt werden um Schäden an der folgenden Gastechnik zu vermeiden. Darüber hinaus verhindert die Feuchtigkeit die Verbrennung im Motor. Durch Herunterkühlen des Gases auf etwa 10 °C kondensiert der Wasserdampf und kann über einen gasdichten Siphon abgeschieden werden.
Die Edelstahlgasleitungen im inneren des Installationsgangs sind doppelwandig ausgeführt. Das innere Rohr wird mit Biogas durchströmt, während im dem äußeren Rohr kaltes Wasser im Gegenstrom fließt. Das Kühlwasser wird mit einer Kompressionskältemaschine, einem Kaltwassersatz von Carrier, abgekühlt.
Im letzten Rohrsegment vor dem Maschinenhaus wird das Biogas wieder erwärmt. Dadurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit und kein Wasser kondensiert mehr aus. Kondensat würde die Steuer- und Regeltechnik langfristig beschädigen.
Vorteile der Gastrocknung für Ihr BHKW
Trockenes Biogas verlängert die Lebensdauer von Motor, Verdichter und Gasleitungen. Feuchtigkeit verbindet sich mit Schwefelverbindungen zu aggressiven Säuren, die Metallteile angreifen und das Motoröl schneller altern lassen. Eine wirksame Gaskühlung senkt daher Wartungsaufwand und Stillstandszeiten.
Das abgeschiedene Kondensat wird über den Siphon kontrolliert abgeleitet, ohne dass Gas entweichen kann.
Die Kühlstrecke ist bei NQ-Biogasanlagen im Installationsgang verbaut und dort für Kontrollen jederzeit zugänglich. Zusammen mit der Entschwefelung sorgt sie für eine gleichbleibende Gasqualität.

