Entschwefelung von Biogas
Die Entschwefelung von Biogas senkt den Schwefelwasserstoffgehalt und schützt das Blockheizkraftwerk.
NQ-Entschwefelungseinheit
Die Gasentschwefelung beruht auf einem biokatalyten Verfahren, bei welchem ein Abbau des Schwefelwasserstoffes durch eine biologische Reaktion erfolgt.
Die Umsetzung erfolgt durch Mikroorganismen, welche Schwefelwasserstoff in ihrem Stoffwechsel verbrauchen und elementaren Schwefel produzieren. Unter geeigneten Bedingungen kann diese Umsetzung direkt im Gasraum über dem vergorenen Substrat erfolgen.
Eine Voraussetzung dafür ist die Zugabe von Luftsauerstoff in den Gasraum des Gärbehälters in einem Verhältnis von 3 – 5 % Luft im Gas. Dies entspricht einem leicht überstöchiometrischen Verhältnis von Sauerstoff gegenüber dem abzubauenden Schwefelwasserstoff. Höhere Luftzufuhr hemmt die anaeroben Bakterien (Methanbildner).
Die Luftzufuhr zu dem jeweiligen Behälter ist abhängig vom eingesetzten Substrat und wird durch unsere biologischen Berater empfohlen.
Warum Biogas entschwefelt werden muss
Schwefelwasserstoff entsteht beim Abbau eiweißreicher Einsatzstoffe wie Gülle oder Futterreste. Er ist giftig und stark korrosiv: Zusammen mit Feuchtigkeit bilden sich Säuren, die Motor, Gasleitungen und Behälterbeton angreifen. BHKW-Hersteller geben deshalb Grenzwerte für den Schwefelgehalt im Gas vor.
Bei stark schwefelhaltigen Einsatzstoffen beraten wir Sie zu ergänzenden Maßnahmen, damit die Grenzwerte sicher eingehalten werden.
Die biologische Entschwefelung im Gasraum ist ein bewährtes und kostengünstiges Verfahren. Wir empfehlen, den H₂S-Gehalt regelmäßig zu messen, damit die Luftdosierung angepasst werden kann. Für trockenes Gas sorgt anschließend die Gaskühlung und Gastrocknung.

